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Corporate Empowerment gegen Personalfluktuation und die daraus entstehenden Kosten

Ausgangslage 

Aus meinen Gesprächen mit meinen Kunden begegnen sie oft das Problem, dass sie neue Mitarbeiter 1 bis 2 Jahre ausbilden und dass sie leider nach 3 Jahren die Firma für die Konkurrenz und ein höheres Gehalt verlassen.



Gründe für Mitarbeiterfluktuation

Oft ist es so dass die Mitarbeiter an mangelnde berufliche Perspektiven leiden: sie sehen keine Aufstiegschancen und keine fachliche Weiterentwicklung.

Sie wünschen sich oft eine Veränderung der Vergütung, eine Stelle in guter Grösse, neue Arbeitsmethoden, ein neues Team, Herausforderung, Erneuerung und Entdeckung.


Es gibt auch Branchen wie z.B. die Hotellerie, die Saison Mitarbeiter haben, die oft die Sommersaison in einer Maison und die Wintersaison in einer anderen machen wollen.


Aber wenn die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen tatsächlich durch - vor allem - die Wertschätzung und Glück am Arbeitsplatz da wäre, wäre es trotzdem so?

Wenn sie eine Arbeitsumgebung hätten, in der sie sich nicht nur als Rädchen im Getriebe fühlten, sondern als Teil eines grösseren Ganzen – wo ihre Meinungen zählen und ihre Entwicklung gefördert wäre, würden sie trotzdem wechseln?


Employee Empowerment als Lösung

Ein grosser Vorteil von Employee Empowerment ist die Mitarbeiterfluktuation zu verhindern und die Mitarbeiter ans Unternehmen längerfristig zu binden.


Fluktuation Definition

In diesem Artikel geht es um die unternehmensfremde Fluktuation, die durch die Kündigung einer Fachkraft entsteht im gegensatz zu der natürliche Fluktuation (Ruhestand oder Todesfall) oder die unternehmensinterne Fluktuation.


Fluktuationsquote und Kriterien

Die Fluktuationsquote kann je nach verschiedenen Faktoren variieren, einschliesslich:

  • Branche: Einige Sektoren, wie Gastgewerbe oder IT, haben traditionell höhere Fluktuationsraten als andere.

  • Unternehmensgrösse

  • Region/Land: Unterschiedliche Arbeitsmärkte, kulturelle Faktoren und globaler staatlicher Kontext

  • Arbeitsmarktbedingungen: In Arbeitnehmermärkten, wo Arbeitnehmer mehr Optionen haben, kann die Fluktuation höher sein.

  • Unternehmenskultur und Arbeitsumfeld: Unternehmen mit einer starken, positiven Kultur neigen dazu, niedrigere Fluktuationsraten zu haben.

  • Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten: Fehlende Wachstumschancen können zu höherer Fluktuation führen.

  • Lohn und Sozialleistungen: Unzufriedenheit mit der Bezahlung oder den angebotenen Leistungen kann Mitarbeiter zum Wechsel motivieren.

  • Alter, Geschlecht und Ausbildung: Allgemein wechseln junge Menschen häufiger den Arbeitsplatz als Ältere; Ungelernte und Akademiker wechseln häufiger als Fachkräfte mit Berufsabschluss und Männer häufiger als Frauen.

  • Das Wachstum des Unternehmens


Fluktuationsrate aktuell - DACH & Frankreich


Nach dem Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft lag die Fluktuationsrate in Deutschland im Jahr 2022 bei rund 33 %.


Nach der Studie 2023 von Lünendonk ist die Fluktuationsrate in Deutschland im Jahr 2022 bei rund 15% Prozent.


Um den Unterschied zwischen den beiden Studien zur Fluktuationsrate in Deutschland im Jahr 2022 zu verstehen, ist es wichtig, die Methodik und die Datengrundlage jeder Studie zu berücksichtigen. Unterschiedliche Studien können verschiedene Berechnungsmethoden, Branchenfokusse und Definitionen von Fluktuation verwenden, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Während eine Studie möglicherweise einen breiteren Ansatz wählt und höhere Fluktuationsraten ermittelt, könnte die andere sich auf spezifische Sektoren oder nur auf freiwillige Fluktuation konzentrieren, was niedrigere Raten zur Folge hat. Es ist auch möglich, dass unterschiedliche Zeitrahmen oder Stichprobengrössen zu den Abweichungen beitragen. Für die genauesten Informationen ist es am besten, die Methodik jeder Studie direkt zu überprüfen.


In einer Umfrage von 2019 ging Deloitte der Frage nach, wie hoch die Fluktuation in Österreichs Unternehmen ist. Die Befragung ergab: Die ungewollte Mitarbeiterfluktuation in heimischen Unternehmen liegt bei rund 11 %.  


Fluktuationsrate Schweiz : Im Jahr 2022 betrug die Bruttofluktuationsrate in der Bundesverwaltung der Schweiz acht Prozent, wovon 3,5 Prozent auf die Nettofluktuation, also einen Arbeitgeberwechsel, zurückzuführen sind.


In Frankreich hat das INSEE die durchschnittliche Fluktuationsrate herausgegeben. Sie liegt in allen Wirtschaftszweigen bei 15 %.


Fluktuationsquote Berechnung

Die Schlüter-Formel ist die vielleicht genaueste Formel. Sie arbeitet mit dem Personalstand zu Beginn einer Periode und berücksichtigt ebenso die Neuzugänge eines Unternehmens. Als Formel ausgedrückt:


Abgänge / (Personalbestand + Zugänge) x 100 = Fluktuationsrate


Direkte Fluktuationskosten

Diese Fluktuationskosten setzen sich zusammen aus:


  • Rekrutierungskosten inkl. die Kosten eines externer Personalberater und Risikoprämien

  • Einarbeitungsaufwand inkl. Trainingskosten

  • Austrittsgebühren

  • Anpassung der Arbeitsabläufe


Beispielskalkulation:

Nehmen wir eine Fluktuationsrate von 15% an. 

=> Das bedeutet, dass in einem Unternehmen mit 100 Angestellten etwa 15 wertvolle Teammitglieder jedes Jahr gehen. 


Schätzen wir, dass die Fluktuationskosten 90% des Jahresgehalts der Mitarbeiters darstellen. 

=> Bei einem Jahresgehalt von 50 000 € sind wir bei 45 000€ Fluktuationskosten für diesen Mitarbeiter.


Und bei 15 Abgänge solcher Mitarbeiter landen wir bei : 

=> 15 Abgänge x 45 000 € = unglaubliche 675.000 € pro Jahr!


Das Ergebnis:

=> Bei einem Nettogewinn von 1 Million € bedeutet das, dass wir buchstäblich 67% des Nettogewinns zum Fenster hinauswerfen. 😱

=> Bei 10 Million € werden immer noch 6,7% des Nettogewinns verschwendet 🙊


Indirekte Fluktuationskosten

Und das sind nur die direkten Ausgaben. Berücksichtigen wir noch die indirekten Kosten wie:


  • Qualitäts- und Produktivitätsverlust, Verzögerungen

  • Wissensverlust

  • Beeinträchtigte Kundenbeziehungen

  • Zusätzliche Arbeitsbelastung für das verbleibende Team, Missstimmung

  • durch Überbrückungs- und Beschaffungskosten Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter 

  • sind wir noch höher!


Fluktuationsrate senken: Mitarbeiterbindung als Massnahme von Corporate Empowerment

Um die Fluktuationsrate zu senken, stehen Schlüsselkonzepte wie Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterzufriedenheit und effektive Unternehmenskommunikation im Fokus.


Effektive Massnahmen zur Förderung der Mitarbeiterbindung umfassen unter anderem die Bereitstellung von Karriereentwicklungsmöglichkeiten, die Ausrichtung des Führungsstils auf Wertschätzung und Empathie durch Fortbildungen in Personalführung (Mitarbeiterführung Kur mit Schwerpunkten: Lob, Anerkennung, konstruktive Kritik), die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zur Förderung der Work-Life-Balance, das Angebot flexibler Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Gleitzeit sowie attraktive Vergütungsmodelle, die neben dem Gehalt auch geldwerte Vorteile beinhalten.


Fazit : deine Schritte zur Reduzierung der Fluktuationskosten und Steigerung des Nettogewinns


  1. Rechne deine Fluktuationsrate 

  2. Rechne deine Fluktuationskosten

  3. Arbeite an die Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskommunikation.

  4. Steigere deinen Nettogewinn

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